Gründung

Mit der Gründung einer Arbeitsgemeinschaft im Bereich des Regierungsbezirks Stuttgart, wollen die Elternvertreter der Realschulen eine stärkere Position für ihre Schulform im Bezirk und im Land aufbauen. Repräsentiert durch Vor-sitzende und Stellvertreter der mehr als 150 Realschulen, soll künftig im direkten Dialog miteinander, aber auch mit Ministerium und Fachgremien, intensiver Einfluss auf die Schulpolitik genommen werden.

Am 11. November 2017 hat sich in der Neckar-Realschule Stuttgart die „Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiratsvorsitzenden der Realschulen im Regierungsbezirk Stuttgart“ (KURZ: ARGE EBV RS RB Stuttgart) gegründet.

Eingeladen zur Gründungsversammlung, hatte Manuela Afolabi (Mitglied des 18. Landeselternbeirats, Mitglied im 22. Landesschulbeirat, Elternbeiratsvorsitzende, sowie Kassiererin des Elternbeirats an der Neckar-Realschule Stuttgart, Landesmusikschulbeirätin, 2. Kassenprüferin im Gesamtelternbeirat).

Den anwesenden Elternbeiratsvorsitzenden und Stellvertretern von Realschulen aus allen Schulamtsbezirken des RP Stuttgart, wurde durch einführende Worte der Gastgeberin, der Hintergrund und Anlass der Versammlung erläutert. Die zunehmenden Anforderungen an die Realschulen, verursacht zum Beispiel durch den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung und die anhaltende Elternvorbehalte zur GMS, machen den Austausch und den Dialog zwischen den Schulen unerlässlich. Am Beispiel der Realschulen, wurde durch ein Vorstandsmitglied der ArGe RS RB Karlsruhe, Carmen Haaf, in einem Grußwort, und an den vielen aufkommenden Fragen, wie z.B. neues RS-Konzept,  Lehrerversorgung, erweiterte Lernmittelfreiheit, an die Versammlung deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit innerhalb einer Schulart ist. Und dies nicht nur, um über Gremien direkten Einfluss auf die Schulpolitik zu nehmen, sondern auch um Erfahrungen aus dem alltäglichen Schulalltag zu vermitteln. Denn nur im Vergleich wird die individuelle Situation an der eigenen Schule objektiv bewertbar.

Auch Monika Hölzle, Schulamtsdirektorin, vom Referat 74, RP Stuttgart, begrüßt die Gründung der ARGE EBV RS RB Stuttgart, und referiert über das neue RS-Konzept und den damit verbundenem Bildungsniveaus „G“ grundlegend,  „M“ mittleres sowie „E“ erweitertes Niveau, des Weiteren über die Lehrerversorgung, Verteilung der Förderstunden und zusätzliche Poolstunden vom Schulamt!

Sieht man sich die Startseite der Homepage des Kultusministeriums Baden-Württemberg an, dann fallen einem Schlagworte wie Zukunft Ganztagsschule (jetzt auch im Bezug auf Sekundarstufe I), Perspektive für Lehrkräfte, Gymnasiallehrer an Grundschulen und Land bezuschusst Schulbauprojekte auf, natürlich bekamen die Realschulen jetzt auch ein neues Konzept, welches dazu dienen soll, „flexibler als bisher auf die Herausforderungen einer zunehmend heterogenen Schülerschaft zu reagieren und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern“, doch ansonsten scheinen wir keine  Rolle zu spielen!

Dabei ist es eben gerade diese Schulart, der es seit Jahren gelingt, allein im Regierungsbezirk Stuttgart ca. 80000 Schüler/-innen, durch die Sekundarstufe I zu bringen. Viele Absolventen der Realschulen setzen ihre schulische Laufbahn erfolgreich in den beruflichen Gymnasien fort. Gleichzeitig bieten die Realschulen für Schülerinnen und Schüler aus anderen Bildungsgängen eine zusätzliche Möglichkeit, ihre Schulbildung erfolgreich abzuschließen. In vielen Betrieben werden Realschüler wegen ihrer soliden Vorkenntnisse als Auszubildende geschätzt.

Auch bei der Lehrervergütung und Schulorganisation gibt es erhebliche Unterschiede, die nicht mehr zeitgemäß sind. Aus diesen Gründen sehen die gewählten Elternvertreter dringenden Handlungsbedarf gerade für Realschulen, auch wenn diese in der Vergangenheit die Probleme stets mit großer Energie und Einfallsreichtum, schulintern oder mit Hilfe örtlicher, kommunaler Verantwortung und bürgerschaftlichem Engagement zu lösen versuchten.

Aus der Diskussion haben sich dementsprechend bereits erste Themen heraus kristallisiert, die gemeinsam näher betrachtet werden müssen. Das neue RS-Konzept, Lehrerversorgung, Ganztagsschule, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, sowie die Abstimmung der Bildungspläne zwischen Grund- und Realschule auf der einen und den Realschulen und beruflichen Gymnasien auf der anderen Seite.

Allen Teilnehmern der Gründungsversammlung, war die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und der gemeinsamen „Stimme“ bewusst. Zur strukturierten Gestaltung der ARGE EBV RS RB Stuttgart wurde abschließend eine „Satzung und Geschäftsordnung“ verteilt, welche an der 1. Vorstandssitzung im Dezember 2017 besprochen und beschlossen wird, und ein neunköpfiger Vorstand bestimmt, der als Kollegialorgan die weitere Arbeit vorbereiten und leiten wird.